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![]() Das Bambus-Lexikon The Bamboo Lexicon |
http://www.nova-institut.de/news-images/20080716-03/Textilien_aus_Bambus.pdf
Für mich seit 2004 mehr als Betrug am Kunden. Bereits im Oktober 2004 besuchte ich die Filiale des damals größten Produzenten und Anbieters von Bambustextilien in Anji, Provinz Zhejiang. Die Region um Anji Town gilt seit jeher als 'das Bambuszentrum' von Anbau und Verarbeitung in China.
Es wurde mir erlaubt das Lager zu durchstöbern und Fotos zu schießen, aber eine Besichtigung der Produktionsstätten Nähe Chengdu wurde trotz meiner Beziehungen in China und mehrer Versuche immer wieder abgelehnt. Das ist für China ungewöhnlich. "Was haben die zu verbergen" (fragte ich mich damals). Erst als ich die mündliche Aussage der Botanischen Universität in Nanjing erhielt, dass in den Textilien keine Bambusfasern nachzuweisen sind, wurde mir 'der Betrug' klar. Heute ist es in der ganzen Welt bekannt, dass die Mehrzahl der Bambustextilien aus Viscose hergestellt wird. Unter dem Namen BAMBUS verkauft es sich halt so gut! Also keine Naturfaser!!!
Die in der Rgel unter der Bezeichnung aus Bambusfasern hergstellten und verkauften Textilien werden folgender Maßen hergestellt: aus Bambus wird Zellulose gewonnen und daraus eine Viskosefaser hergestellt. Diese Fasern haben mit der traditionellen, ursprünglichen Bambusfaser nichts mehr gemeinsam, die Bezeichnung Bambusfaser ist also nicht korrekt!
Mehr über Kunstfasern
Textilien aus Bambus: Schein oder Wirklichkeit
Bericht der EBS-Deutschland = European Bamboo Society
Bambus gilt als ökologischer Rohstoff. Doch die Mehrheit der als grüne Alternative angebotenen Bambusstoffe wird in chemischen Prozessen hergestellt. Das 'grüne' Bambus-Shirt besteht nämlich meist aus gewöhnlicher Viskose, sprich Kunstfaser.
Bambushemden, Socken, Bettwäsche etc. werden in der Regel aus Viskosefaser hergestellt. Bambus dient in diesen Fällen lediglich als Rohstoff für die daraus gewonnene und zur Viskosefaser weiterverarbeiteten Cellulose. Zwar wird die Viskose aus Bambuszellulose gewonnen, Anteile von Bambus können darin aber nicht mehr festgestellt werden.
Nachfolgend ein paar Auszüge von Fachleuten und Firmen:
Durchgeführte Analysen zeigen, dass neben wenigen Textilien, zu deren Herstellung tatsächlich eine Bambusfaser verwendet wurde, die meisten als „Bambus“-Textilien ausgelobten Produkte keine Bambus, sondern Viskosefasern unterschiedlicher Qualität enthalten.
Neben Bambus können beispielsweise auch Buche, Birke, Kiefer, Fichte, Pinie oder Eukalyptus als Celluloserohstoff für die Viskosefaserherstellung verwendet werden. Würde man der Philosophie der irreführenden „Bambus-Kennzeichnung“ folgen, könnte man alle Textilien, die Viskosefasern beinhalten, mit dem Namen des Rohstoffes kennzeichnen, also entsprechend „xx % Pinie“, Viskose Kiefer, Viskose Eukalyptus etc., was nicht nur unsinnig, sondern auch irreführend und deshalb vom Gesetzgeber verboten wird. Denn die Viskosefasern haben keine Gemeinsamkeiten mit den Eigenschaften der als Celluloserohstoff verwendeten Naturgewächse. Deshalb hat der Gesetzgeber zum Schutz der Verbraucher schon vor vielen Jahren das Textilkennzeichnungsgesetz erlassen, welches für diese Fälle die eindeutige und richtige Kennzeichnung „Viskose“ vorsieht. Wenn die Angabe des Rohstoffes auf dem Textil-Etikett erwünscht ist, kann allenfalls ein von der Faserbezeichnung deutlich abgesetzter Zusatz angefügt werden, um Verwechselungen mit Produkten zu vermeiden, die tatsächlich aus Naturfasern hergestellt wurden. <cite>www.textination.de</cite>
Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, spricht in diesem Fall von «bewusster Irreführung». Das Endprodukt habe praktisch nichts mehr mit dem Ausgangsstoff gemein. «Das ist, wie wenn man die Vorzüge von Erdbeerjoghurt vermarkten würde, obschon der Joghurt nur noch kleinste Spuren von Erdbeeren enthält.»
Hier finden Sie einen interassenten Bericht von iVN = Internationaler Verband der Textilwirtschaft e.V.
Bericht des BTE = Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. .
Seit einigen Jahren findet man auf dem deutschen Textil- und Bekleidungsmarkt so genannte "Bambus-Textilien", die mit einer falschen Textilkennzeichnung vertrieben werden. Grundsätzlich wird die Textilkennzeichnung durch das Textilkennzeichnungsgesetz (TKG) geregelt, das aber im Fall Bambus vielfach nicht berücksichtigt wird. Dieses führte in der Vergangenheit immer wieder zu Abmahnungen. Deshalb nahmen sich die Industrievereinigung Chemiefaser e.V. (IVC), der Modeverband Deutschland e.V. (German Fashion) sowie der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. (BTE) dieses Themas an, um die Unsicherheiten bei der Kennzeichnung solcher Textilien für den Handel zu Minimieren.
Weitere Einzelheiten
<h3>Falsche Kennzeichnung für Bambus-Textilien</h3>
Sogenannte Bambus-Textilien werden seit einigen Jahren in Deutschland mit einer falschen Textilkennzeichnung vertrieben. Darauf weisen die Verbände Industrievereinigung Chemiefaser (IVC), GermanFashion und BTE hin. Die Kennzeichnung von Textilien ist durch das Textilkennzeichnungsgesetz (TKG) geregelt. Dieses werde aber im Fall von Bambus vielfach nicht berücksichtigt, was in der Vergangenheit immer wieder zu Abmahnungen geführt habe.
Geahndet wurden Kennzeichnungen, die dem Verbraucher suggerieren, die Textilien seien teilweise aus der unbehandelten Naturfaser Bambus hergestellt. Analysen hätten gezeigt, dass in keinem als „Bambus-Textil" ausgewiesenen Produkt Bambusfasern verarbeitet wurden. Verwendet wurden vielmehr Viskosefasern, so die Verbände.
Bambus dient als Rohstoff für den Zellstoff, der dann mit bestimmten Verfahren zu Viskosefasern verarbeitet wird. „Aus Marketing-Gründen ist es vielfach opportun, auf diese nachwachsende Rohstoffquelle hinzuweisen", heißt es. Viskosefasern werden aber auch aus dem Zellstoff anderer nachwachsender Rohstoffe, darunter Buche, Birke, Pinie und Eukalyptus, produziert, so die Verbände. 2007 wurden in Deutschland 202.000 Tonnen cellulosische Chemiefasern produziert.
© Das Bambus-Lexikon wurde als frei zugängliche Datenbank nach einer Idee von Fred Vaupel 2005 erstellt und erarbeitet.
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